Fehlerhafte Fotos

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Dass hier im Moment keine Bilder mehr angezeigt werden, ist ein bekanntes technisches Problem. Da der Entwickler des Plugins derzeit keine Zeit dafür hat, wird das ein paar Wochen dauern mit der Behebung des Problems. :-/

Reich gegen arm

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Ruhig hinsetzen, das macht massiv schlechte Laune. 37 Minuten: Georg Schramm zu Atomenergie, Finanzkrise und Grexit

Dazu der Text »Demokratie ist Ramsch« von Frank Schirrmacher anno 2011.

Und falls das zu polemisch ist, auch amerikanische Ökonomen sehen die Austeritätspolitik für gescheitert: Austerity Has Failed: An Open Letter From Thomas Piketty to Angela Merkel.

(via fefe und fefe)

Europäische Einheit?

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Es ist immer traurig, wenn kluge Leute schlimme Dinge voraus sagen, die dann auch so eintreten.1 Gregor Gysi zu Europäischen Integration, 1998: Der Prophet.

  1. Da kann man sich ja u.a. auch mal beim Chaos Computer Club umschauen und was da bspw. zu Biometrie angesagt wurde. []

Aggressiver Humanismus

Zum Lesen und drüber Nachdenken: Von der Unfähigkeit der Demokratie, große Menschenrechtler hervorzubringen

Interview mit Daniel Ellsberg

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Deprimierendes Interview in der Zeit: “Wir haben die Infrastruktur eines Polizeistaates geschaffen”

:-(

Sachsen-Anhalt will Schüler*innen zur Nutzung von Microsoft-Software zwingen

Sachsen-Anhalt plant sich für die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern ohne Not in die Hände eines ausländischen Konzerns zu begeben. Noch sind keine Verträge unterzeichnet. Es gibt Alternativen, auch solche, die von Menschen in unserem Land umgesetzt und betreut werden könnten und die den Schülerinnen und Schülern deutlich mehr Wahlfreiheit bei ihrer eigenen Hard- und Software ließen, ohne dass dadurch die Vermittlung der nötigen Konzepte leiden müsste.

Erik Albers von der FSFE findet deutliche Worte:

Derartiges Vorhaben darf nicht zugelassen werden. Das ist nicht nur schlecht für den Datenschutz der Schülerinnen und Schüler und das Geld der Steuerzahlenden. Es verhindert zugleich den freien Wettbewerb und damit die Chancen lokaler Dienstleister. Vor allem aber treibt es Generationen von jungen Menschen in die Abhängigkeit zu Microsoft.

Science-Fiction Autoren warnen gerne vor einem gesellschaftlichen Kontrollverlust im Rahmen zunehmender Technologisierung. Die Landesregierung Sachsen-Anhalts macht aktuell blendend vor, wie das geht: sie beschließt, dass fortan einfach alles Microsoft werden soll.

Bereits im April hatten die Magdeburger Volksstimme berichtet und der netzpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Die Linke schreibt dazu: Regierung handelt bei Medienbildung fernab jeder Strategie – Vorvertrag mit Microsoft kündigen.

Ich persönlich halte das aus verschiedenen Gründen für problematisch, unter anderem sind Microsofts eigene Dateiformate zueinander inkompatibel und vermutlich läuft ein aktuelles Microsoft Office weder unter anderen Betriebssystemen als Windows noch auf älteren Rechnern, so dass Schüler*innen, die sich keine neuen Rechner plus Windows leisten können oder wollen, ausgeschlossen werden.

Nur wie bringt man jetzt noch rechtzeitig den Leuten bei, die hier die Entscheidungen treffen, dass das Mist ist? Also so, dass sie es auch verstehen?

Dazu muss man zunächst mal rausfinden, wer denn zuständig ist. Für mich als Bürger vermutlich der Landtagsabgeordnete meines Wahlkreises? Die findet man auf der Seite des Landtags. Für Magdeburg gibt es für die Landtagswahl vier Wahlkreise, kann man sich in der Wikipedia beispielsweise unter Liste der Landtagswahlkreise in Sachsen-Anhalt abrufen. Für die Stadt Magdeburg (Wahlkreise Magdeburg I–IV) sind das also:

Soweit so gut. Und nun?

Update: Habe mir nochmal die Liste der Abgeordneten angeschaut. Wenn man die nach Wahlkreisen sortiert, werden die MdL, die über die Landesliste ins Parlament gekommen sind, z.T. nicht mit angezeigt, sondern nur die Direktkandidaten. Ich habe diesmal die Kartenfunktion bemüht und die fehlenden Namen ergänzt.

Nachtrag:

Faxe und Besuche im Wahlkreisbüro sind effektiver als E-Mails.

(Quelle: netzpolitik.org)

Podcast für Freifunk Magdeburg

Aside

Für’s Protokoll: ich war beim Podcast Magdeburger Gespräche zu Gast und habe mich über Freifunk im allgemeinen und Freifunk Magdeburg im speziellen ausfragen lassen. Die Folge gibt’s direkt hier: 003 – Freifunk Magdeburg

(Auf dem Bild hatte ich meine Brille abgenommen, damit diese bei eineinhalb Stunden mit Headset auf dem Kopf nicht stört. 😉 )

Überwachung ist immernoch da

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Ich erinnere mich dunkel an 2007 (?) als wir in Magdeburg die erste Mahnwache gegen die Vorratsdatenspeicherung organisiert haben. Heute gehen mehr Leute gegen Ausländer auf die Straße als gegen anlasslose Massenüberwachung, die jeden einzelnen unter Generalverdacht stellt. Fällt der Name Snowden reagieren viele nur noch mit Resignation. Eine kleine Schar widersetzt sich und sie wird nicht müde sich zu wehren, noch:

Vorratsdatenspeicherung: Wehren Sie sich!

Update: netzpolitik.org hat da im Beitrag Geheime Nebenabrede: Doch kein Richtervorbehalt für Bestandsdatenauskunft, also Großteil der Vorratsdatenspeicherung auch noch interessante Details. *grml*

Kandidatenwatch OB Wahl 2015

Lars Johansen vom Offenen Kanal Magdeburg hat sich freundlicherweise die Mühe gemacht mit sechs von acht Kandidaten zur Wahl des Oberbürgermeisters zu sprechen. Die Gespräche sind alle etwa eine halbe Stunde lang und bei YouTube zu sehen. Es ist noch eine Woche hin bis zum Urnengang, vielleicht mag der eine oder andere das ja nochmal ansehen?!

(alphabetisch nach Familiennamen geordnet)

Fahrradparkhaus

Vor einigen Jahren hatte ich hier ja mal den Fahrradlift. In Japan gibt’s auch Fahrradparkhäuser:

(Direktlink, via Das Kraftfuttermischwerk)

😀

Sportlich singen

Dieser Tage wird ja viel diskutiert über die Fußball-WM, Partynationalismus und deren Auswirkungen. Ich hatte da vor Wochen schonmal ein Zitat aus einem Text, der beim Kraftfuttermischwerk im Beitrag Alle (zwei) Jahre wieder: die Deutschen und ihre Fähnchen verlinkt war, in einem geschlossen, kommerziellen sozialen Netzwerk herausgehoben:

In meiner Wunschwelt, hätten andere Länder sich im Umgang mit Flaggen und Co der deutschen Mentalität vor 2006 angenähert. Eine Abkehr von Kollektivritualen, die immer andere Menschen ausschließen. Weg von Düsenjets, die Landesfarben versprühen und militaristischer Folklore und dem enthusiastischen Kreisen um sich selbst. Hin zu einer weltoffenen Gesellschaft, in der deine Herkunft keine Rolle mehr spielt. Da war Deutschland geschichtsbedungen mal weiter und entspannter. Mir gefiel das. Mir hätte gefallen, wenn das auch anderorts runtergeschraubt worden wäre.1

Unabhängig davon rollt jetzt heute aber noch das sogenannte #gauchogate durch mindestens Twitter und dazu möchte ich einen Teilaspekt nochmal aufgreifen. An diversen Stellen im Netz habe ich gelesen, dass Schmähgesänge dazu gehören würden und dass in den Fankurven von Fußballstadien noch viel schlimmeres zu hören wäre und dass das ja alles nicht so schlimm sei. Das denke ich nicht und darum geht es jetzt hier.

Seit mehr als zwanzig Jahren mache ich selbst Sport. Fast fünfzehn Jahre davon habe ich Handball gespielt, etwa sieben Jahre davon in Magdeburg beim Unisport. Ich werde dieses Jahr voraussichtlich meinen fünfzehnten Jedermannzehnkampf bestreiten und seit ungefähr fünf Jahren bin ich oft bei Wettkämpfen im Sportklettern und Bouldern dabei, als Teilnehmer.

Auch wenn es dabei nicht um die Weltmeisterschaft ging, nicht mal um irgendeinen namhaften Titel, so waren doch die Sportler immer ehrgeizig am Start und haben ihr bestes gegeben, fair, im Wettkampf, ohne sich etwas zu schenken. Der entscheidende Punkt: das geht alles ohne Schmähgesang, ohne den sogenannten Gegner zu verhöhnen, ohne militärische Vergleiche oder irgendeine Art von Herabwürdigung der anderen Teilnehmer oder der anderen Mannschaft. Warum auch nicht? Es ist Sport, es macht Spaß sich in seiner Leistung zu messen, es ist saugeil zu gewinnen und man darf sich selbstverständlich auch freuen. Auf diese Weise habe ich während des ganzen Fußball-WM-Turniers auch die deutsche Fußballnationalmannschaft wahrgenommen, als faire Sportler, die es nicht nötig haben, sich über die anderen Mannschaften zu erheben sondern im Gegenteil auch bei einem 7:1 gegen Brasilien sich ‘nen Kopf machen, wie das denn so bei den Brasilianern jetzt angekommen ist.

Was mir stinkt ist, dieses »gehört doch dazu« und das Schulterzucken bei »ist doch normal«, wenn Fans allen anderen außer der “eigenen” Mannschaft die Pest an den Hals wünschen. Das ist unsportlich und unfair, seitens der Fans. Das hat mit Interesse am Sport nichts zu tun, nichts mit der Anerkennung für schöne Pässe, gute Taktik, tolle Tore. Es gab derartige Spiele bei dieser WM, wo man in den Genuß großartiger sportlicher Leistung kam, aber man kann eben diese auch würdigen, ohne Diffamierung des Gegners. Das geht, wirklich, ich habe das selbst erlebt in vielen sportlichen Wettkämpfen, an denen ich teilgenommen habe. Dass man sich trotz eines ernsthaften Wettkampfes und eines eindeutigen Siegers, mit den anderen Sportlern freut und keine Schmähgesänge anstimmt. Einfach so, des Sports und das Spaßes wegen, den man ohne den Kontrahenten gar nicht hätte. Warum dann also nicht auch im Fußball?

  1. Schlanderia you suck []