Oslo in zwei Tagen

Nicht zu schaffen, viel zu wenig Zeit, nur Ausschnitte zu sammeln, ein paar Eindrücke mitzunehmen. Nachtzug hin im Sessel am Gang.

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Tag 1: Im Dunkeln angekommen. Langer Spaziergang zum Frühstück. Museum über harte Forscher und ihr Schiff (die Fram) besucht. Zwischendurch immer mal ein GeoCache. Freies WLAN wohin man schaut.

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Tag 2: Skulpturen angeschaut, viele Skulpturen, auch noch extra welche im Museum. Abends sehr gut gegessen, spät abends Privatvorstellung auf dem Theaterschiff.

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Abreise am Tag darauf noch vor dem Frühstück, lange Zugfahrt durch unbekannte, verschneite Landschaft. Fotos hochladen, Wochenende vorbei.

Also manche Tage …

Nine eleven ist heute, also »unser« nine eleven, der1 geschichtsträchtige Tag der Deutschen. Ganz Deutschland feiert ein verdammt wichtiges Ereignis, das sich 1989 abspielte – ist sicher wichtig, solange man sich nicht in Selbstbeweihräucherung verliert, speziell wenn man nicht dabei war und keinen Anteil an der friedlichen Revolution hatte. Insofern fand ich die Aktionen von Greenpeace dieser Tage bemerkenswert, beispielsweise »Klimaschutz kann nur gemeinsam gelingen!«.

Hier in Trondheim … nein, da kann ich keine qualifizierte Meinung zu abgeben,2 ob das bei den Norwegern hier ankommt oder gar wichtig ist. Hier passiert aber unabhängig davon kurioses, zumindest in meiner kleinen Welt heute.

Nummer eins: da haben Leute am Wochenende Zeugs aus einem nicht abgeschlossenen Büro bei uns rausgetragen. Vermutlich sind sie durch eine provisorische Tür ins Gebäude gekommen, die nicht so gut verschlossen war, wie die anderen. Beute: ein Laminiergerät und eine IKEA-Tüte – die überaus coolen Atemgeräte oder die fetzigen bunten Post-it® aus Recycling-Papier haben sie liegen lassen. Selbst schuld!

Nicht lang danach haben wir dann mal erfolgreich den Gasalarm ausprobiert. Fazit: die Sensoren, die Wasserstoff detektieren sollen, tun das tatsächlich. Die Notfallventile werden dicht gemacht und das Gebäude wird erfolgreich evakuiert. Nur bisschen kühl ist es in der halben Stunde draußen vor der Tür bis die Feuerwehr verifiziert hat, dass keine Gefahr mehr besteht. Achso ja, war nicht mit Absicht, Prozedur war richtig, alles weitere nennt man wohl Verkettung unglücklicher Umstände. Die Experten waren ein bisschen ratlos, wirkliche Gefahr bestand aber zu keiner Zeit und beim nächsten Gasflaschen wechseln vorsichtig sein sollte ausreichen.

Aller guten Dinge sind drei. Was mir in 10 Jahren als Brillenträger nicht passiert ist: heute war es soweit. Beim Aufsetzen des Fahrradhelms und Rumfummeln mit dem Schlauchtuchding über die Kopfhörer vom iPod und unter den Fahrradhelm hab ich die Brille fallen lassen. Glas gegen Fliesen ging heute 0:1 aus und das linke Glas besteht jetzt aus zwei Hälften plus etliche schwer zu zählende Splitter – fünf Wochen bevor es wieder nach Deutschland geht.3 Jetzt überlege ich natürlich, ob ich mal zum Optiker gehe und mir eine grobe Schätzung für neue Gläser geben lasse oder hier die restliche Zeit so über die Runde komme. *hmpf*

Hmm nochwas? Zwei Kleinigkeiten noch. Nach wochenlanger Leere im Briefkasten heute gleich drei Sendungen. Die Rechnung für das Jahresabo c’t war deutlich höher als zu Studentenzeiten und meine ersten Travel Bug Dog Tags sind angekommen. Damit werde ich dann den plüschigen Schlüsselanhänger, den ich von meinen »Schwiegereltern«4 geschickt bekommen habe, auf direktem Weg zurück nach Blankenburg schicken.5

Ach und an dieser Stelle einen lieben Gruß an meine Mitbewohner in Magdeburg, die gerade in den Geburtstag von A. reinfeiern, und herzlichen Glückwünsch an A. natürlich! Bald ist die schöne Zeit vorbei und ich bin wieder da … 😛

  1. ja wirklich, siehe allwissende Müllhalde []
  2. auch wenn Holgi im Bluemoon auf Radio Fritz! das heute gern so hätte []
  3. Schon der dritte Halbgeviertstrich in diesem Beitrag. Super, oder? []
  4. genau so stand das in der Geburtstagskarte!!1elf! []
  5. für die Freaks: TB2R0CX nach GCM3NE []

Inoffizieller Keks-Halbjahres-Rückblick 2009

This entry is part 1 of 2 in the series Keks-Jahresrückblick

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Ich habe immer ein paar Kekse im Büro liegen. Hier in Norwegen ist das umso wichtiger, da die Verteilung der Mahlzeiten hier etwas anders ist als in Deutschland. Der Norweger schmiert sich Stullen und wenn man in Deutschland mittags in die Kantine geht, isst man in Norwegen diese Stullen. Warm gegessen wird abends. Die Kekse sind für die lange Zeit zwischen »Lunch schon aufgegessen« und »endlich was warmes«.

IMG_9222 Alternativ kann man auch Kekse futtern, wenn man krank zu Haus ist und sich zu schwach fühlt, vor die Tür zu gehen.1 Wobei ich mir hier und heute lieber die Sorte Bixit wünschen würde. Das sind so dicke Haferkekse, ähnlich wie Hobbits in Deutschland, nur noch mit Zuckersirup drin, geht somit ein ganz bisschen Richtung Weihnachtsgebäck. Da fällt mir ein: Was ist aus der halben Rolle von der Sorte geworden, die ich mit nach Italien genommen hatte. Liegt die immernoch in Magdeburg oder wurde die mittlerweile verzehrt?

img_9895 Jedenfalls hab ich hier heute nur die KORNMO, Vollkorn-Kekse, also Weizen-Vollkorn und laut Packung können die mit Brunost serviert werden. Auf das Zeug gehen die Norweger und gewisse Zugezogene ja total ab, ich komm da irgendwie nicht ran. Ach und die Sorte Kekse ist so lala, vielleicht geht’s mit Blaubeermarmelade, ansonsten eher was, wenn man Hunger und nichts anderes da hat.

img_9894 In die Kategorie: »Bevor ich verhungere, ess ich auch diese Kekse«, gehört die Sorte aus der großen blauen Dose. Das dürfte hauptsächlich an den Unmengen Kokosflocken liegen, die dort eingebacken wurden. Gruselig sowas! Unterdessen kann ich nachreichen, dass KORNMO durch Blaubeermarmelade nur wenig aufgewertet werden. Die Krümeligkeit ist immernoch gegeben und dieses Käsebild will nicht verschwinden …

Von der Krümeligkeit erinnern sie vielmehr noch an die Digestive, die nicht so sehr vollkornig, dafür ziemlich blass im Geschmack und eher Ballaststoff als leckerer Keks waren. Die Krone der Ballaststoffe haben sie damit aber nicht erreicht, die gehört zweifelsohne den RUGKJEKS. Also die waren pur eher wie zu flachen Scheiben verpresstes Vogelfutter. Die Zuordnung der Bilder zu den einzelnen Absätzen ist übrigens kaum gegeben – keine Beschwerden bitte, ich bin krank und außerdem steht das überall drauf, was das für Kekse sind.

img_9899 Kommen wir also zu den Gewinnern der Sparte »Bester norwegischer Keks 2009«! Den ersten Platz teilen sich Emilies Havre & Bare Bær mit Safari. Erstere sind süße Haferkekse mit Rosinen und Moosbeeren, super lecker, nur leider auch super teuer. Die anderen sind bezahlbar, klein und rund und mit Splittern aus Milchschokolade. Das ist nicht zu schokoladig und vor allem keine solche Sauerei wie immer mit den Keksen mit kompletter Schokoglasur oben, unten oder überall.

Eine Sorte hat es leider nicht zu bebildertem Ruhm geschafft: die billigsten Kekse hier überhaupt. Die erinnerten an gestreckte Butterkekse und waren farblich und geschmacklich sehr blass irgendwie, im Nachhinein auch in der Erinnerung, zumindest was den Namen betrifft.

Alle weiteren Cookie-Gags oder Hinweise darauf, was ich heute in der fiebrigen Dösigkeit sonst noch so gemacht habe, wurden im Sinne der Abrundung des Beitrages ersatzlos gestrichen.

  1. Ach wie schön, dass es Internet gibt. Da bleibt die eigene Wehleidigkeit nicht auf heimischen vier Wände beschränkt … []